Chorportrait Bachchor der Erlöserkirche Bad Homburg
Biografie Susanne Rohn
Der Bachchor der Erlöserkirche Bad Homburg
Der Bachchor der Erlöserkirche Bad Homburg, dem gegenwärtig etwa 125 Sängerinnen und Sänger angehören, besteht seit dem Jahr 1908. Er gehört zu den renommiertesten und leistungsfähigsten Chören des Rhein-Main-Gebietes. Der Bachchor ist an der Gestaltung von Gottesdiensten der Erlöserkirchengemeinde beteiligt und gibt darüber hinaus vielfältige und anspruchsvolle Konzerte.
Besonders am Herzen liegt dem Chor die kontinuierliche Pflege des Chorwerks von Johann Sebastian Bach, das nahezu vollständig aufgeführt wurde. Daneben stehen aber weithin beachtete und anerkannte Aufführungen von großen Chorwerken anderer Meister bis hin zu bedeutenden Stücken des 20. und 21. Jahrhunderts. Musikalisch Interessierten öffnet sich der Chor durch Veranstaltungen wie „Bachkantate zum Mitsingen“ oder „Offenes Singen“.
Konzertreisen führten den Bachchor bereits durch ganz Europa. Im Oktober 2010 wird der Chor im tschechischen Marienbad zu hören sein.
Immer wieder inspirierend ist für den Bachchor und seine Leiterin Susanne Rohn die Zusammenarbeit mit Mitgliedern des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt, den jungen Musikern der Sinfonietta Frankfurt (Staatliche Hochschule für Musik und darstellende Kunst) unter ihrem Leiter Prof. Hubert Buchberger, dem renommierten Barockorchester „L´arpa festante“ sowie Solisten aus ganz Deutschland.
Susanne Rohn
Susanne Rohn, geboren in Waldshut am Hochrhein, studierte evangelische Kirchenmusik in Freiburg im Breisgau sowie Orgel und Cembalo als Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Toulouse. 1997 schloss sie ihr Aufbaustudium Orgel in Basel (bei Guy Bovet) und ihr Aufbaustudium Dirigieren in Freiburg (bei Hans Michael Beuerle und Peter Gülke) jeweils mit Auszeichnung ab.
Während des Studiums war Susanne Rohn an verschiedenen Gemeinden in Süddeutschland als Kirchenmusikerin tätig, bevor sie im November 1997 zur Kantorin der Erlösergemeinde in Bad Homburg gewählt wurde. Mit drei wertvollen Instrumenten (historische Sauer-Orgel von 1908, Bach-Orgel von Gerald Woehl 1990, Orgelpositiv von Bernhard Fleig 2008) sowie zwei leistungsfähigen Chören (Bachchor mit 125 Sängern und Kammerchor mit 35 Sängern) gestaltet sie dort ein reichhaltiges und anspruchsvolles Musikprogramm, das über die Grenzen der Stadt hinaus in der ganzen Region Beachtung findet.
Susanne Rohn nahm erfolgreich an nationalen und internationalen Orgelwettbewerben teil (z. B. 1. Preis Toulouse, 3. Preis Calgary, Finalistin Paris, Preis der Zonta-Stiftung beim Deutschen Musikwettbewerb.) Sie gibt regelmäßig Orgelkonzerte, wirkt in professionellen Kammerchören und Ensembles für Alte Musik mit und übernimmt als Sängerin bisweilen auch solistische Aufgaben. Mit Konrad Graf (1. Schlagzeuger des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt) und Reiner Schmidt (Euphonium und Posaune, ebenfalls hr-Sinfonieorchester) gibt sie Konzerte, deren Programme auch Werke aus dem Jazz- und Popbereich beinhalten.
Das Dirigierrepertoire der Künstlerin umfasst die verschiedensten Epochen und Stilistiken und enthält auch Werke, die über das Standard-Repertoire hinausgehen (z.B. Edward Elgar „The Dream of Gerontius“, Franz Schmidt „Das Buch mit sieben Siegeln“, Michael Tippett „A Child of Our Time“, Oskar Gottlieb Blarr „Osteroratorium“, Ralph Vaughan Williams „Five Mystical Songs“, Vaclav Trojan „Märchen“ für Akkordeon und Orchester oder Max Reger „Der 100. Psalm“.)
Von 1997 bis 1998 war Susanne Rohn Lehrbeauftragte für Dirigieren an der Freiburger Musikhochschule; von 2001 bis 2006 unterrichtete sie Orgel an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Im Oktober 2006 wurde sie als Professorin für Chorleitung an die Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf berufen.
Mit Susanne Rohn als Organistin, Dirigentin oder Sängerin entstanden CD-Einspielungen und Rundfunkproduktionen, u. a. beim Schweizer Radio DRS, Südwestfunk und Hessischen Rundfunk. Die jüngste CD („Naturbilder“, 2008) enthält Orgelwerke von der Renaissance bis zur Moderne, gespielt auf den drei Orgeln der Erlöserkirche. Besonders abwechslungsreich wird diese Orgel-CD auch durch die Mitwirkung von Konrad Graf (Schlagzeug) im selten zu hörenden, farbigen Werk „Landscapes of Patmos“ von Petr Eben.