04.04.2012: Monumentale Meisterleistung
10.01.2012: Von Bach berauscht
20.12.2011: Jauchzen und frohlocken in der Kirche
20.12.2011: Bachs Meisterwerk in einer Version für Kinder
19.12.2011: Die Musik zu Weihnachten
23.11.2011: Man hätte eine Stecknadel fallen hören
12.09.2011: Die Kraft der Liebe
26.04.2011: Faszinierender Abgrund
22.12.2010: Wenn die Erlöserkirche zittert
21.08.2010: Lächelnd im Mondlicht nach Hause
20.08.2010: Sinnenfroh, dramatisch, eigenwillig
04.04.2012, Taunus Zeitung
Monumentale Meisterleistung
Nach vierjähriger Pause führte der Bachchor der Erlöserkirche am Palmsonntag mit großem Aufgebot turnusgemäß einmal wieder die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach auf.
Bad Homburg. Der Bachchor der Erlöserkirche, dazu der Kinderchor der Gemeinde, verstärkt durch einen Auswahlchor der Schule am Landgraben, Bergen-Enkheim, füllten am Sonntagabend schon den gesamten Altarraum der Erlöserkirche. Davor waren noch zwei Orchester gruppiert, die in ihrer Mitte Orgelpositiv und Cembalo einschlossen. Bereits mit dem Vorspiel, in dem die beiden Orchester miteinander korrespondierten, fühlten sich die Hörer in eine andere Welt versetzt.
Der Eingangschor, ganz groß angelegt und durch die doppelte Anlage von Chor und Orchester einzigartig in seiner Klangwirkung, brachte die ganze Kirche zum Schwingen.
Nach dem Evangelium von Matthäus vertonte Johann Sebastian Bach (1685-1750) mit seinem größten geistlichen Werk, einer oratorischen Passion, den Leidensweg Christi. Erweitert wird das Werk durch eingefügte Passionschoräle und durch ebenfalls vertonte Dichtungen von Picander.
Herausragende Leistungen erbrachten alle Mitwirkenden! Der Chor machte seinem Ruf wieder alle Ehre, auch die Sinfonietta Frankfurt, im Doppelorchester geführt und solistisch vertreten durch Hubert und Elisabeth Buchberger, ist dem Bad Homburger Publikum durch die hohe musikalische Qualität lange vertraut. Mit den Solisten war Susanne Rohn, der hochengagierten Dirigentin des Werks, eine sehr passende Besetzung gelungen. Rohn selbst lebt in der Musik, das spürte und sah man. Sie leitete die Aufführung mit absoluter Präsenz – drei Stunden lang – und mit bestechender Prägnanz. Sie verstand es, die Dramatik durch besonders pointierte Abschlüsse hervorzuheben, durch spannungsgeladene Pausen noch zu verstärken.
Das Publikum war nach dieser grandiosen dreistündigen Aufführung geradezu überwältigt.gai (gai)
10.01.2012, Taunus Zeitung
Von Bach berauscht
Im Weihnachtsoratorium begeistern Chor, Orchester und Solisten das Publikum
Des weihnachtlichen Geschehens zweiter Teil wurde am Sonntag in der Erlöserkirche vom Bachchor und dem Barockorchester L‘Arpa festante unter der Leitung von Susanne Rohn aufgeführt. Von Brigitte Gaiser.
Bad Homburg. Noch stand der Weihnachtsbaum, grün und mit Strohsternen und goldenen Kugeln geschmückt, ganz in den Farben der Wandmosaike der Erlöserkirche. All das, um am Sonntag auch der Aufführung der Kantaten 4 bis 6 des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach (1685-1750) einen würdigen Rahmen zu bieten. Wer die wunderbare Aufführung der Kantaten 1 bis 3 vor Weihnachten schon erlebt hatte, wollte sich dieses Konzert auf keinen Fall entgehen lassen. So war die Kirche wieder voll besetzt. Ausführende waren wieder der Bachchor der Erlöserkirche, das Barockorchester L‘Arpa festante sowie die Solisten Heike Heilmann (Sopran), Anne Bierwirth (Alt), Georg Poplutz (Tenor) und Klaus Mertens (Bass).
Sehr andächtig und konzentriert lauschte das Publikum der großartigen Musik, erlebte den von Bach sehr genau in Musik umgesetzten Text. Dass bei Herrlichkeit und Ehre alles jubiliert, vom Chor über die Instrumente bis zu den Solisten, ist selbstverständlich. Dass die Musik dramatisch wird, in Moll oder gar dissonant erklingt, wenn von Leid, Kummer, Sterben gesungen wird, ist natürlich. Dass aber sogar in einem einzelnen Wort der Bedeutung Rechnung getragen wird, wenn etwa vom "Stolz der Feinde" die Rede ist und der Sopran einen kleinen Schlenker in der Tonhöhe nach oben zu singen hat, dadurch die ganze Überheblichkeit kurz und prägnant ausgedrückt wird, das ist schon etwas Besonderes.
Sehr gut besetzt waren alle vier Solisten, Heike Heilmann mit geschmeidigem, modulationsfähigem Sopran, Anne Bierwirth mit kraftvollem Alt, der Tenor Georg Poplutz sehr einfühlsam und zart in den Rezitativen, Klaus Mertens mit gut akzentuiertem Bass. Was aber der Chor an Klangfülle und eindringlicher Interpretation entwickelte, wozu er unter der Leitung von Susanne Rohn in selbst schwierigen Passagen wie bei "Ehre sei dir, Gott, gesungen" in der Lage war, das wirkte absolut überzeugend. Da konnte man die zwei oder drei nicht ganz gegriffenen Einsätze sofort wieder vergessen. Auch dem engagiert musizierenden Orchester waren die wenigen Intonationsprobleme leicht zu verzeihen, wenn man weiß, dass die Darmsaiten der Streicher auf jede Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankung im Raum reagieren und die nach dem Barock gebauten Blasinstrumente ohne Klappen und Ventile ohnehin sehr schwer zu spielen sind.
So wurden denn sämtliche Sänger, der Chor, die Instrumentalisten einzeln und im Zusammenhang beklatscht, viele Minuten lang, von dem erfüllten und von der wunderschönen Aufführung beflügelten und berauschten Publikum. Am meisten Jubel aber – und wohlverdient – erntete Susanne Rohn für diese engagierte und rundum gelungene Darbietung.
20.12.2011, Taunus Zeitung
Jauchzen und frohlocken in der Kirche
Populäre Musik wollte Johann Sebastian Bach mit dem Weihnachtsoratorium schaffen. Dass diese im Verlauf von 277 Jahren nichts an Zauber und Anziehungskraft verloren hat, bewiesen am Sonntag Chor, Orchester und eine ausverkaufte Erlöserkirche.
Bad Homburg. Ein grandioses Werk von Johann Sebastian Bach (1685-1750) und eine wunderbare Aufführung desselben, viele Minuten währender Beifall am Ende – so viel sei schon einmal vorweggenommen. Mit Pauken und Trompeten und dem groß angelegten Eingangschor "Jauchzet, frohlocket" beginnt die erste der sechs Kantaten, in der es um die Geburt Jesu geht. Der Tenor (Rüdiger Ballhorn) führt als Evangelist mit seiner warmen Stimme das Geschehen mit Texten aus dem Lukas-Evangelium fort, das mehrfach durch Choräle oder Arien von Alt (Elvira Bill) mit großer voller Stimme oder Bass (Markus Flaig) unterbrochen wird.
Das Barockorchester L’Arpa festante, das mit Streichergruppe, Flöte, Oboe d’amore, Oboe da caccia, Fagott, Theorbe, Trompeten, Pauke und Basso continuo unter Susanne Rohn mit feinem Ton auf den nach barockem Vorbild gebauten Instrumenten spielt, begleitet besonders die Solisten sehr behutsam, während der Orchesterklang bei den wunderbaren großen Choreinsätzen eher etwas untergeht. Hervorzuheben ist aus der ersten Kantate auch der Choral "Er ist auf Erden kommen arm", bei dem sich fünf Soprane aus dem Chor mit dem Bass und Orchesterbegleitung fein harmonierend abwechselten.
Die zweite Kantate beginnt mit einer Sinfonia; durch den wiegenden Rhythmus, zart und sehr innig von den Bläsern gespielt, erfährt man schon: das Kind ist bereits geboren. Sie erzählt von der Engelsverkündigung (Steffanie Patzke, Sopran) und die dritte Kantate schließlich von der Anbetung durch die Hirten.
Alle Beteiligten – Solisten, Chor, Orchester und die Dirigentin Susanne Rohn – sind so eins mit der Musik, singen und spielen diese großartigen Melodien so innig, so jubelnd, zart oder temperamentvoll, wie sie von Bach, so meint man, in Anlehnung an die Texte komponiert wurden.
Jedoch war es bei diesem großartigen Werk eher umgekehrt. Bach hatte im Jahr zuvor, 1733, für die Bewerbung als Hofkompositeur, mehrere Huldigungsmusiken mit fröhlichem, festlichem Charakter geschrieben, die er nach der Uraufführung nicht verschwinden lassen wollte und, weil man in Leipzig zu Weihnachten immer viel Musik brauchte, von dem Dichter Picander, mit dem er gerne zusammenarbeitete, mit neuen Texten unterlegen ließ.
Am 26. Dezember um 17 Uhr werden die Kantaten 1-3 noch einmal aufgeführt, am 8. Januar folgen die Kantaten 4-6.(gai)
20.12.2011, Bad Homburger Woche
Bachs Meisterwerk in einer Version für Kinder
Von Michael Jacob
Bad Homburg. Man könnte fast eine Quizfrage daraus machen: Was gehört untrennbar zum Weihnachtsfest? Da fallen einem der Baum, die Dekoration, die Geschenke und der Weihnachtsmann ein. Aber auch das Weihnachts-Oratorium von Johann Sebastian Bach. Das vielschichte Werk drückt auf eindringliche Weise alles aus, was uns am Weihnachtsfest bewegen sollte: Frömmigkeit, Freude und Andacht. Es gibt wohl kaum ein Opus in der Musikliteratur, das so bravourös die leisten Töne des Christfestes mit der pompösen Strahlkraft der himmlischen Macht vereint. Da ist das Wiegenlied der Mutter Maria, die sanft schwingende Pastorale der Hirten auf dem Feld und der majestätische "Herrscher des Himmels" mit Pauken und Trompeten. Dabei ist es völlig unerheblich, dass einzelne Stücke der sechs Kantaten aus weltlichen Kompositionen entnommen sind. Erstens stand Bach immer unter Zeit- und Leistungsdruck und zweitens standen alle seine Werke, auch die weltlichen, immer unter dem Motto "Solo Deo Gloria" (Nur zur Ehre Gottes).
Bach war seitens seines Amtes verpflichtet, für jeden Sonntag und Feiertag eine Kantate zu komponieren. So enstanden 1734/35 die Kantaten für die (damals noch) drei Weihnachtsfeiertage, den Neujahrstag, den Sonntag nach Neujahr und Epiphanias. Dem Bachchor der Erlöserkirche gelingt zwischen den Jahren 2011 und 2012 ein ganz besonderes Meisterstück. Traditionsgemäß kommen am vierten Advent und am zweiten Weihnachtsfeiertag die Kantaten eins bis drei zu Gehör und am 8. Januar wird es die Kantaten vier bis fünf um 17 Uhr geben. Doch damit nicht genug: Die sogenannte klassische Musik, zu der auch Barock, Renaissance und Romantik gehören, entzieht sich leider immer mehr den jüngeren Generationen. Kein Wunder! Welcher Talentstar singt schon vor Dieter Bohlen eine Bach-Arie und wird dafür auch noch belohnt? Die Kantorin der Erlöserkirche Susanne Rohn entwickelte gemeinsam mit Otto Mayr, dem langjährigen Leiter der Kleinen Oper Bad Homburg, eine brillante Idee: Wir bringen Kindern das unsterbliche Opus näher.
Nahezu ausverkauft - wobei sich natürlich auch (durchaus nicht unerwünscht) zahlreiche Erwachsene hineinschmuggelten, um eine Kurzfassung des Werkes hören zu können - war die neobyzantinische Kirche, als Otto Mayr anhub, die Weihnachtsgeschichte zu erzählen. Den Text von Michael Gusenbauer hatte er ein wenig bearbeitet. Ausschnitte aus dem Oratorium leitete Susanne Rohn in gewohnt souveräner Manier und sorgt mit den Gesangssolisten Silvia Biehl (Alt), Rüdiger Ballhorn (Tenor) und Markus Flaig (Bass) für eine kindgerechte Fassung. Wahrscheinlich werden die meisten Kinder erst viele Jahre später begreifen, welch professionelle Darbietung sie in diesem "Kinderkonzert" hören durften.
Besonders freute man sich über die Lesung von Otto Mayr, der eine Woche zuvor aus gesundheitlichen Gründen einen Termin im Kurtheater absagen musste, nun aber wieder in seiner gewohnten Form präsent war. Karten für das Konzert am 26. Dezember und am 8. Januar sind an den Tageskassen erhältlich. Für das Konzert am 26. Dezember sollte man sich aber sehr früh anstellen, denn es sind nur noch wenige Restkarten (größtenteils ohne Sichtmöglichkeiten) erhältlich.
19.12.2011, Taunus Zeitung
Die Musik zu Weihnachten
Fernab von dem lauten und hektischen Vorweihnachtstrubel auf der Louisenstraße, befand sich am Samstagnachmittag in der Erlöserkirche eine Oase besinnlicher Ruhe. Dort fand das festliche "Weihnachtsoratorium für Kinder" von Johann Sebastian Bach statt.
Bad Homburg. So viele Kinder wie am Samstag waren bestimmt schon lange nicht mehr in der Erlöserkirche. Und die Kids, die da waren, kamen richtig gerne, obwohl viele von ihnen bestimmt nicht wussten, was an diesem Nachmittag auf sie zukommen wird.
Einen guten Bekannten machten sie aber sehr schnell aus: Otto Mayr ist den meisten Homburger Kids ein Begriff. Er war es, der die christliche Weihnachtsgeschichte kindgerecht erzählte. Unterstützt wurde er dabei vom stimmgewaltigen Bachchor der Erlöserkirche und dem Barockorchester "L’ Arpa festante", die gemeinsam die Geschichte der Geburt Jesu mit der Musik von Johann Sebastian Bach untermalten.
Genau eine Woche vor dem Fest war die Freude bei den Kindern natürlich groß. Und so verwunderte es auch nicht, dass Otto Mayr auf die Frage "Freut ihr euch denn schon auf Weihnachten?" ein lautes "Ja!" zugerufen bekam. Zunächst musste eine elementare Frage für den weiteren Verlauf des Nachmittags geklärt werden. "Wer von euch weiß, was genau ein Komponist ist?", fragte Mayr in die Runde. Klar, dass die Kinder wussten, dass ein Komponist "Lieder erfindet".
Vor sehr langer Zeit gab es also einen Komponisten, der sich so über das Christkind gefreut hat, dass er die Weihnachtsgeschichte noch einem mit seiner "erfundenen" Musik niederschreiben wollte. Bach schrieb für alle Charaktere, die in der Weihnachtsgeschichte eine Rolle spielen, eigene Lieder. So gibt es beispielsweise auch ein "Hirtenlied", mit dem das Kinder-Weihnachtsoratorium begann.
Der Paukenschlag
Und auf einmal erschienen den fleißigen Hirten Engel, und sie erschraken fürchterlich. Dieser tiefsitzende Schreck wurde von einem aufrüttelnden Paukenschlag dargestellt. Wenn man während des Oratoriums die Augen schloss, konnte man sich die feinfühlig erzählte und mit passender Musik untermalten Geschichte vor seinem inneren Auge gut vorstellen.
Zwischen den einzelnen Musikstücken erklärte Mayr dem jungen Publikum auch viel Wissenswertes über klassischer Musik und zu der manchmal etwas merkwürdig klingenden Sprache, die Bach in seinen Liedtexten verwendete.
Die Hirten machten sich also auf nach Bethlehem, wo sie schließlich in der Krippe eines Stalles das Christkind fanden. Da dieses Neugeborene "mindestens so etwas wie ein König ist", aber durch das pieksende Stroh in der Krippe alles andere als königlich gebettet ist, habe Bach dem Kind ein besonders schönes Lied geschrieben. "Das Christkind soll ja wissen, dass wir Menschen es sehr mögen", meinte Mayr. Und deshalb hat Bach sich beim Komponieren des Liedes besondere Mühe gegeben und dieses Lied soll dann auch von einem besonders königlichem Instrument zum Besten gegeben werden: Die Trompete! Die Trompeten haben den richtigen Sound für einen König!", stellte auch Mayr fest.
Nach so viel Aufregung um seine Person, musste das Christkind dann aber mal schlafen. Und so wiegten schließlich die Querflöten und Oboen das Kind in den Schlaf. Und auch beim Publikum wurden die Augen nach einer knappen Stunde schwer. Für ein abschließendes Engelslied reichte die Kraft aber noch. "Und wenn ihr am Weihnachtsabend ganz aufmerksam lauscht, dann hört ihr vielleicht sogar genau das Lied, was die Engel dem Christkind sangen".(nabi)
23.11.2011, Taunus Zeitung
Man hätte eine Stecknadel fallen hören
Ein furchtbar trauriger Inhalt, der künstlerisch grandios verarbeitet wurde, kennzeichnete den Auftritt des Bachchors in der Erlöserkirche. Und es gab auch einen ergreifenden Moment der Stille. Von Brigitte Gaiser
Bad Homburg. Die "größte Totenklage der Weltliteratur" wird Friedrich Rückerts (1788-1866) Sammlung der Kindertotenlieder genannt. In 428 Liedern schrieb er sich nach dem Tod zweier seiner Kinder an Scharlach im Winter 1833/34 die Qual und Trauer von der Seele. Als einen Seelenverwandten erkannte ihn Gustav Mahler (1860-1911), der derart beeindruckt von seinem Werk war, dass er für Liedvertonungen von 1900 an ausschließlich seine Texte verwendete.
In den Jahren 1901 und 1904 verarbeitete Mahler fünf Lieder zu einem Zyklus, Lieder, die vom Geschehen, der Erinnerung an die Verstorbenen, von Hoffnung und von Gewissheit des Jenseits handeln. Was wäre geeigneter für ein Konzert am Totensonntag als diese Lieder, denn, wie Mahler selbst sagte, "so furchtbar traurig sei ihr Inhalt". Unter Leitung von Susanne Rohn sangen Ursula Eittinger (Alt) und Wolfgang Newerla (Bass), spielten Mitglieder der beiden Frankfurter Sinfonieorchester. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können in der bis auf den letzten Platz voll besetzten Kirche, so konzentriert folgten die Zuhörer diesen so anrührend vorgetragenen Texten, dieser Musik, die den Inhalt auf empfindsamste Weise mit ihren Mitteln trägt, ausdrückt, verstärkt.
Wegen ihres hohen musikalischen Anspruchs wird die "Messe in f-Moll" (1867/68), die dritte und letzte und in der Besetzung am umfangreichsten ausgestattete Messe, von Anton Bruckner (1824-1896) nur selten aufgeführt. Der Bachchor der Erlöserkirche stellte sich dieser Aufgabe mit großem Orchester und vier Solisten, Maria Bengtsson (Sopran) und Hans Jörg Mammel (Tenor) kamen zu Alt und Bass hinzu, Susanne Rohn leitete die Aufführung. Sie gab damit wieder einmal zu erkennen, wie genau sie ein Werk studiert, um mit der Interpretation alles herauszuholen, was dem Komponisten wichtig war und dies während der Proben ihrem Chor zu vermitteln, während der Aufführung auf alle Mitwirkenden zu übertragen. Großartig, wie die Seufzer im Kyrie durch Crescendi und Decrescendi gelangen, wie im Gloria die Ehre und Herrlichkeit Gottes mit der ganzen Dynamik und vollem Orchester herausgearbeitet wurde und auch wie im Credo der Verlauf des Geschehens von der Schöpfung bis zur Kreuzigung sich zuspitzt und mit der Auferstehung Erlösung findet. Im Sanctus, Benedictus und Agnus dei schließlich, mit Lob und Preis, wird am Ende der Frieden erreicht, fasst Bruckner im Dona nobis pacem die Hauptgedanken seiner Messe im großen Finale zusammen. Großartig die Leistung aller Mitwirkenden!
Etwas Besonderes war die Bitte um kurze Stille zum Geläut der Glocken nach dem Verklingen der letzten Töne. Alle kamen der Bitte nach, im Glockenläuten konnte das soeben Gehörte nachklingen. Aber dann, nachdem die letzte Glocke verstummt war, brach sich ungehindert die Begeisterung über diese Leistung Bahn.
12.09.2011, Taunus Zeitung
Die Kraft der Liebe
Erlöserkirche feiert in einem fast vollen Gotteshaus „New York Mass“ zum Gedenken an 9/11
Emotional, würdig und auch mitreißend war der Musikgottesdienst, mit dem die evangelische Erlöserkirche den Opfern des 11. Septembers 2001 gedachte. Es blieb aber nicht allein beim Rückblick, auf ein Ereignis, das die Welt dramatisch verändert hat. Von Klaus Späne
Bad Homburg. So ähnlich muss der 11. September 2001 in New York gewesen sein: Ein sonniger Septembertag, die Menschen gingen zur Arbeit, die Kinder nach den Sommerferien wieder zur Schule. Heather Saunders war an diesem Tag mit ihren beiden Kindern zu Hause in Bad Homburg, als sie die Nachricht vom Anschlag ereilte. Sie schaltete das Radio ein, ließ die Rolläden runter und verfolgte das Geschehen. Zehn Jahre später steht die schlanke junge US-Amerikanerin mit den rötlich blonden Haaren vor rund 400 Menschen in der Erlöserkirche und liest Auszüge aus Interviews vor, die mit Hinterbliebenen der Opfer geführt wurden. Etwa mit der Witwe eines Mannes, der seine Frau aus dem 103. Stock des World Trade Centers angerufen hatte, um sich von ihr mit den Worten "Ich wollte dir nur sagen, dass ich die Kinder und dich liebe" zu verabschieden.
Atemlose Stille herrscht in der fast voll besetzten Erlöserkirche, als Saunders spricht und die für sie zentrale Botschaft verkündet: "Die hat nichts mit Wut, Rache oder Patriotismus zu tun, sondern mit Liebe und Wertschätzung – das ist das Einzige, was wir der Brutalität des schrecklichen Tages entgegenzusetzen haben."
Die kurze Rede der US-Amerikanerin war einer der Höhepunkte, mit denen die Erlöserkirche ein Zeichen gegen Terror und Gewalt setzten wollte. "Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen", gab Pfarrer Dr. Alexander von Oettingen einen Psalm des Propheten Jesaia als Losung für die Veranstaltung aus, denn "Gewalt und Terror sollten nicht das letzte Wort haben.
Es drehte sich aber während dieses besonderen Gottesdienstes nicht alles um das gesprochene Wort. Um an den Tag, der die USA und die Welt veränderte, zu erinnern, feierte die Erlöserkirche die "New York Mass" – ein Musikgottesdienst des Darmstädter Komponisten Christoph Schoepsdau. Diese hatte der Musiker 2002 unter dem Eindruck der Terroranschläge als Hommage an die Stadt und ihre Menschen geschrieben.
Jazzige Piano- und Saxofon-Klänge, erfüllten das prächtige Gotteshaus, flankiert vom kraftvollen, mit vielen Gospel-Elementen gespickten Gesang des Bachchors der Erlöserkirche und des Chors des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums. Geleitet und schwungvoll vorangetrieben wurden die Musiker von Kantorin Susanne Rohn. Schon allein diese musikalische Untermalung sorgte dafür, dass die Stadt jenseits des großen Teichs, die ja auch eine Musikstadt par excellence ist, sehr präsent war.
Es blieb nicht beim Zuhören und stillen Gedenken an die Opfer von Gewalt und Terror. Die Gottesdienstbesucher, darunter übrigens auch Vertreter des US-Generalkonsulats in Frankfurt, konnten ihren Emotionen auch dadurch Ausdruck verleihen, indem sie ein Licht anzündeten. Dazu waren in allen Ecken der Kirche Schalen aufgestellt, in denen jeder eine brennende Kerze stecken konnte.
Wie aber soll es in Zukunft weitergehen, "wie geht der Ausstieg aus der Spirale von Hass und Gewalt?", fragte von Oettingen in seiner Predigt. "Wir sollten nicht nachlassen, von Liebe zu sprechen", empfahl der Pfarrer. Diese gebe auch die Kraft zur Versöhnung in einer gespaltenen Welt.
26.04.2011, Taunus Zeitung
Faszinierender Abgrund
In der Erlöserkirche wird der Karfreitag musikalisch erfahrbar
Das Karfreitagsgeschehen als musikalisches Erlebnis – dieser Herausforderung stellten sich der Bachchor, das Offenbacher Kammerorchester und Sinfonietta Frankfurt in der Erlöserkirche.
Von Brigitte Gaiser
Bad Homburg. Es ist wie ein Aufschrei der Seele, als Lili Boulanger (1893–1918) im Alter von 24 Jahren, ans Bett gefesselt und den nahen Tod vor Augen, die Vertonung des Psalms 130 "Aus tiefer Not rufe ich, Herr, zu dir" vollendet. Ein Werk, das bereits sieben Jahre zuvor konzipiert war. "Du fond de l’abime" lautet der französische Titel, auf Deutsch "Aus den Tiefen des Abgrunds". Treffender hätte es nicht sein können.
Und folgerichtig kommt denn auch die Musik der Einleitung zunächst von tiefsten Orgel- und Tuba-Tönen, dann von Kontrabass und Kontrafagott und schließlich von hohen Streichern, die dissonante Figuren bis in höchste Höhen fortführen. Erst nach einem Bläserausklang fällt das Orchester ein, das den Eindruck von Verzweiflung und Zerrissenheit verstärkt.
Kurze freundlichere Stimmungen, Hoffnung auf Gnade, werden von einem kleinen Chor (die Frauen auf der Kanzel stehend, die Männer neben der Altistin Lena Naumann) und Harfe erzeugt, können sich aber nicht halten. In dunklem Moll, nach einem Aufschrei verklingend, beendet der Chor, der diesem ersten und komplizierten Werk mit großer Andacht und Konzentration gerecht wurde, Lili Boulangers Komposition.
Olivier Messiaen (1908–1992) erlebte 1931 die Uraufführung seines ersten Orchesterwerkes "Les offrandes oubliées" (Die vergessenen Opfergaben) in Paris. Das Orchester, Offenbacher Kammerorchester und Sinfonietta Frankfurt, spielte dieses Werk, dem Messiaen einen selbstverfassten Text voranstellte. In gewohnt brillanter Art, homogen und die einzelnen Stimmen fein aufeinander abgestimmt wussten die Musiker zu überzeugen.
Aus der mittelalterlichen Volksfrömmigkeit stammt der Text zu Francis Poulencs (1899–1963) Stabat Mater, einem Werk für Sopran, fünfstimmigen Chor und Orchester. Erst 1950 begann er diese Komposition, für die der Chor Hauptträger ist, das Orchester aber, obwohl in großer Besetzung, häufig schweigt.
Mit diesem Werk, das Szenen unter dem Kreuz und Bitten an Maria und Christus wiedergibt, endete das Programm, das von Kantorin Susanne Rohn genau auf das Karfreitagsgeschehen abgestimmt worden war.
Der große Bachchor der Erlöserkirche, der in lateinischer Sprache sang, beeindruckte und überzeugte die Hörer in der gut besuchten Erlöserkirche in solchem Maße, dass am Ende Beifall und Jubel nicht enden wollten. Zu Recht!
22.12.2010, Taunus Zeitung
Wenn die Erlöserkirche zittert
In festlicher Stimmung, die Farben der Mosaike in der Apsis – Grün und Gold – wiederholten sich im mit goldenen Kugeln und Sternen geschmückten Weihnachtsbaum, erwartete die Kirche die Besucher. Und sie kamen alle, keiner ließ sich durch die Schneemassen vom Konzertbesuch abhalten, die Kirche war voll. Und, um es bereits an dieser Stelle zu sagen, der Kampfgeist wurde reich belohnt, wie man dem lang anhaltenden Beifall am Ende entnehmen konnte. Kein Wunder, hatten doch der Bachchor der Erlöserkirche und Mitglieder des Frankfurter Sinfonieorchesters unter Leitung von Susanne Rohn geladen. Als Solisten wirkten Heike Beckmann (Sopran), Britta Jacobus (Alt), Alexander Efanov (Tenor I), Ralf Petrausch (Tenor II) und ein Gastbassist als Vertretung für den erkrankten Ulrich Wand.
Mit reduziertem Chor und Orchester erklang zuerst die 1779 entstandene erste der beiden Vespern, die Mozat für den Salzburger Dom, wo er von 1772 bis 1781 Konzertmeister war, nach Vorgabe des Fürsterzbischofs Colloredo, die Vertonung knapp zu halten, komponiert hatte. So gibt es in diesem Werk nur wenige Text-Wiederholungen, mitunter sind die Texte der Psalmen 110 bis 113 und 117 und im Magnificat Lukas 1, 46 bis 55 sogar übereinander geschichtet.
Das Verhältnis zwischen den solistischen und chorischen Teilen der Vesper ist ausgewogen. Dagegen sind die solistischen Passagen in Schuberts Es-Dur-Messe, aufgeführt mit großem Chor und Orchester, eher selten. Das Werk ist ebenfalls in sechs Sätzen angelegt, nicht mehr nur für den Hof komponiert, sondern erstmalig auch gedacht für Aufführungen in Gemeindekirchen, und geht mit den zugrunde gelegten biblischen Texten sehr frei um, was Schubert zunächst neben der Tatsache, dass es für den Chor besonders schwierige Stellen gibt, große Kritik eingetragen hat, was sich in neuerer Zeit jedoch gerade positiv auswirkt.
Wegen der eher dunklen Stimmung der Musik wurde vermutet, dass Schubert Todesahnungen hineinkomponiert habe, denn tatsächlich starb er wenige Wochen nach Beendigung der Partitur nach nur 15 Jahren des kompositorischen Schaffens mit 31 Jahren.
Der Chor ist nicht umsonst einer der renommiertesten der Region, gut ausgebildet, homogen und sehr engagiert, über ein großes, flexibles Klangvolumen verfügend. Man wünscht sich nur bei den gemeinsamen Passagen mit Orchester eine noch deutlichere Artikulation der Texte.
Über leichte Unsicherheiten bei Einsätzen der Männerstimmen im Chor oder der Bläser konnte man des großartigen Gesamteindrucks wegen leicht hinwegsehen, den Susanne Rohn zusammen mit den besonders schönen Stimmen der Solisten durch ihre Arbeit und das klare, präzise Dirigieren geschaffen hat.
21.08.2010, Frankfurter Rundschau
Lächelnd im Mondlicht nach Hause
Für die mehr als 200 Sängerinnen und Sänger ist es ein Erlebnis gemeinsam die berühmteste Komposition von Carl Orff aufzuführen. Als die Stimmen zum „O Fortuna“ einsetzen, legt sich die Abendsonne über den Schlosshof und sorgt für eine zauberhafte Stimmung.
In der „Taberna“ schwiegen die weiblichen Stimmen. Dafür agierten sie im „Liebeshof“ umso lebhafter. Eine Herausforderung waren die „Carmina Burana“ aber für alle mehr als 200 Sängerinnen und Sänger, die am Mittwoch und Donnerstagabend diese berühmteste Komposition von Carl Orff (1895-1982) aufführten.
Begleitet von der Sinfonietta Frankfurt und dem Offenbacher Kammerorchester und unterstützt vom Chor des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums sowie dem Chor der Humboldtschule, gestaltete der Bachchor der Erlöserkirche unter der Leitung von Susanne Rohn zwei begeisternde Konzerte.
Musste die Aufführung am Mittwoch wetterbedingt in der Erlöserkirche stattfinden, in die beim besten Willen nicht mehr als 900 Menschen hineinpassen, so konnten am Donnerstag mehr als 1000 Zuhörer dem mittelalterlichen Reigen aus Frühlings-, Trink- und Liebesliedern im Abendlicht des Schlosshofs lauschen. Manche Dame hatte, dezent unter dem Arm gerollt, zum Open-Air-Konzert vorsichtshalber eine Wolldecke mitgebracht. Die diente dann aber meist nur als Sitzunterlage.
Zunächst spielten die beiden Orchester unter Susanne Rohns lebhafter Leitung die „Somerset Rhapsody“ von Gustav Holst (1874-1934). Der englische Komponist verarbeitet dort auf polyphone Weise englische Volkslieder. Die bukolische Grundstimmung dieses Stücks passte sehr gut als Vorspiel zu Carl Orff. Als dann die „Carmina Burana“ mit dem wuchtig-pathetischen „O Fortuna“ einsetzten, begann sich eine ungewöhnliche, beinahe zauberhaft zu nennende Stimmung in dem von der Abendsonne beschienenen Schlosshof auszubreiten. Eine Stunde lang lauschten 1000 Menschen konzentriert der Musik. Kein Flugzeuglärm, kein Martinshorn störte.
Eine besondere Leistung boten die Männerstimmen, die die Trinklieder „In Taberna“ mit großer Inbrunst alleine sangen. Die beiden Orchester agierten eindrucksvoll und technisch perfekt – wobei Orff den Blech- und Holzbläsern
sowie den Schlaginstrumenten ungewöhnlich viel zu tun gibt.
Beeindruckend war auch, mit welcher Hingabe und zarten Naivität die Jugendlichen der beiden Schulchöre im „Cour d“amours“ die Gesänge der Abteilung „Liebeshof“ meisterten.
Viele der Zuhörer, die sich durch die Schlosstore hindurch auf den Heimweg machten, trugen noch ein Lächeln auf den Lippen. Und am Himmel ging der fast volle Mond auf.
20.08.2010, Taunus Zeitung
Sinnenfroh, dramatisch, eigenwillig
Mehr als 200 Chorsänger, 64 Musiker und drei Gesangssolisten ließen die «Carmina Burana» von Carl Orff unter Leitung von Susanne Rohn am Mittwochabend in der Erlöserkirche zu einem musikalischen Erlebnis werden.
Bad Homburg. «Am denkwürdigen Gründonnerstag 1934 fand ich die ,Carmina Burana‘, Lieder aus Benediktbeuern. Gleich auf der ersten Seite die Abbildung der «Fortuna mit dem Rad», darunter die Zeilen: «O Fortuna / velut luna / statu variabilis. O Fortuna, wie der Mond so veränderlich wächst du immer oder schwindest!» Bild und Worte überfielen mich.» So beschreibt der Komponist Carl Orff (1895 – 1982) seine erste Begegnung mit den «Carmina Burana».
Den Zuhörern in der voll besetzten Erlöserkirche erging es am Mittwochabend nicht anders. Auch sie konnten sich der Musik und den Worten nicht entziehen, wurden von einem klanglichen Rausch in Besitz genommen, der so variantenreich ist wie das Leben: sinnenfroh und dramatisch, zuweilen obszön und spöttisch, mit eigenwilliger Melodik und Harmonie.
Davon kündet die Anthologie lateinischer, mittelhochdeutscher und französischer Lieder und Gedichte aus dem 13. Jahrhundert. Orff hat aus 250 Texten einen lebensbeschreibenden Reigen ausgewählt und vertont.
Dieses musikalische Ereignis wurde nun zu einem Höhepunkt des Kultursommers. Unter Leitung von Susanne Rohn zeigte sich ein großer Klangkörper – der Bachchor der Erlöserkirche und die Chöre des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums und der Humboldtschule, einfühlsam begleitet von der Sinfonietta Frankfurt und dem Offenbacher Kammerorchester – lebendig und ausdrucksstark in Bestform.
Wie eine Einstimmung auf das Werk Orffs klang das Auftaktstück, «A Somerset Rhapsody» des britischen Komponisten Gustav Holst, das heimatliche Volkslieder aufnimmt und in polyfoner Weise verknüpft. Es beginnt mit einer von der Oboe gespielten Hirtenmelodie, die die sommerliche Stimmung verbreitende Rhapsody bis zum Ende umspannt. Das Terrain für Orff war geebnet.
Schon die Platzierung der Musiker und Chorsänger war ein logistisches Meisterstück. Im Altarraum drängten sich 64 Musiker und 100 Mitglieder des Erlöserchors, die von 40 Schülern des Oberstufenchors sowie Eltern und Lehrern der Kaiserin-Friedrich-Schule und dem Unterstufenchor der Humboldtschule verstärkt wurden. Fünf Stimmen des Kinderchors der Erlöserkirche waren ebenfalls mit von der Partie.
Die Dirigentin Susanne Rohn schuf mit der ihr eigenen Verve lebendige Artikulation und glänzendes Zusammenspiel. Grandios setzten die 30 Bläser und vier Schlagzeuger Akzente in der sinnenfrohen Kantate, die nicht umsonst so populär ist. Kontrapunkt zu den teils komödiantischen, stakkatohaften, aber auch ohrenbetäubend lauten Passagen waren die Soli der Sänger, Meistern ihres Fachs, wie der Sopranistin Deborah Linn-Cole, des Tenors Pere Llompart und des Baritons Thomas Möller-Arnstadt. Das Publikum dankte zu Recht mit einem nicht enden wollenden Beifall. mad