26.03.2012: Bachs Matthäuspassion in der Erlöserkirche
11.01.2012: Hören und verstehen: Orgelgesprächskonzert zur Eröffnung des Veranstaltungsjahres 2012
06.01.2012: Gesungener Glaube: Das musikalische Programm im Jahr der Kirchenmusik
23.11.2011: Musikalischer Advent: Rumänische Weihnachtsweisen und J.S. Bachs Weihnachtsoratorium
07.11.2011: Kirchenmusik in voller Pracht: Bachchor singt Bruckners Messe in f-Moll
26.08.2011: "New York Mass": Musikalisches Gedenken zum 11. September
14.04.2011: Chor, großes Orchester und Solisten in der Erlöserkirche
16.02.2011: Virtuoses Orgelspiel und hohe Stimmkultur
24.01.2011: Gottesdienst mit Bach-Kantate
09.12.2010: Meisterwerke zu Weihnachten: Bachchor und Kammerchor der Erlöserkirche singen Schubert und Mozart
15.11.2010: Erlöserkirche stellt Kirchenmusikprogramm 2011 vor
16.06.2010: Erlöserkirche swingt in den Sommer
26.03.2012
Bachs Matthäuspassion in der Erlöserkirche
Mit zwei Darbietungen der Matthäuspassion von J.S. Bach setzt die Erlöserkirche Bad Homburg am Palmsonntag, 1. April 2012 und am Karfreitag, 6. April 2012 ihre weit zurück reichende Aufführungstradition des berühmten Werkes fort. Jeweils um 17 Uhr musizieren der Bachchor und der Kinderchor der Erlöserkirche begleitet von der Sinfonietta Frankfurt die für zwei Chöre und Orchester konzipierte Passionsvertonung. Als Vokalsolisten wirken mit: Heike Heilmann (Sopran), Meldina Paulsen (Alt), Wolfgang Klose (Tenor), Hand Christoph Begemann (Bass - Christus), Matthias Horn (Bass - Arien). Die Gesamtleitung hat Susanne Rohn, Kantorin der Erlöserkirche.
Die Matthäuspassion wurde von Bach ursprünglich für den sonn- und feiertäglichen Gebrauch im Gottesdienst komponiert und vermutlich am Karfreitag des Jahres 1729, dem 15. April, in der Leipziger Thomaskirche uraufgeführt. Sie erzählt die Geschichte vom Leiden und Sterben Christi nach dem Bericht des Evangelisten Matthäus.
In keiner zweiten Passionsmusik des 18. Jahrhunderts wird den Zuhörern der Mensch Jesus von Nazareth so greifbar nahe gerückt wie hier. Sie erleben, wie Jesus Schritt für Schritt auf seinen Kreuzestod zugeht, und wie die Jünger dieses Geschehen zunehmend ratlos begleiten. Die Worte des Heilands stehen dabei im Zentrum. Seine Ankündigung des Leidens, die Einsetzung des Abendmahls, die Unterwerfung unter den Willen des Vaters und die willentlich herbeigeführte Festnahme lassen den Menschen und Gottessohn auf seinem vorgezeichneten, mutig angenommenen Weg erkennen: "Sehet ihn aus Lieb und Huld Holz zum Kreuze selber tragen", wie es im Eingangschor heißt.
Das großartige Werk ist zur Passionszeit aus deutschen Kirchen nicht wegzudenken, denn es bewegt und berührt jedes Jahr unzählige Menschen. Deshalb zählt die Matthäuspassion von J.S. Bach zum festen Aufführungsrepertoire auch des Bachchors: In den knapp 104 Jahren seit der Einweihung der Erlöserkirche gab es bereits 38 Aufführungen.
Karten zu 27,- € (erm. 25,- €), 18,- € (erm. 16,- €), 13,- € (erm. 11,- €), 8,- € (erm. 6,- €) gibt es im Vorverkauf im Gemeindebüro der Erlöserkirche (Telefon 06172 21089), bei Tourist Info+Service (Telefon 06172 178110) oder an der Abendkasse eine Stunde vor Konzertbeginn.
11.01.2012
Hören und verstehen:
Orgelgesprächskonzert zur Eröffnung des Veranstaltungsjahres 2012
Der Faszination der Orgel kann sich kaum jemand entziehen, vereint sie doch die Klangfarben eines ganzen Orchesters in einem einzigen Instrument. Susanne Rohn, vielfach ausgezeichnete Organistin und Kantorin an der Erlöserkirche Bad Homburg, eröffnet das Konzertjahr 2012 deshalb am Sonntag, den 12. Februar 2012 mit dem Gesprächskonzert „Zwei große Orgeln im Dialog“, das die Zuhörer eng in das Geschehen einbezieht. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Erlöserkirche (Dorotheenstraße 1-3, Bad Homburg).
Auf der Orgelempore der Erlöserkirche stehen zwei große Instrumente unterschiedlichen Stils. Welche Stücke werden auf welcher der beiden Orgeln gespielt und warum? Welche Kirchenlieder liegen den vorgestellten Kompositionen u.a. von Johann Sebastian Bach, Nikolaus Bruhns, Alexandre Boëly, Felix Mendelssohn Bartholdy zu Grunde und wie lassen sie sich im Verlauf des Stücks wiedererkennen? Antworten auf diese und andere Fragen rund um die Orgel erhalten die Zuhörer von Susanne Rohn und nehmen dazu zunächst auf der Orgelempore Platz.
Im zweiten Teil des Konzertes erklingt die Musik nochmals im Zusammenhang und kann im gesamten Kirchenraum gehört werden.
Um telefonische Voranmeldung wird gebeten unter Tel.: 06172 690784.
Eintritt: € 8,- (6,-)
Das erste Chorkonzert des Jahres 2012 findet statt am 3. März 2012 um 19.30 Uhr: Zum Weltfrauentag musizieren der Kammerchor der Erlöserkirche und das Collegium Vocale Bad Homburg zusammen mit dem Barockorchester L’Arpa festante und Vokalsolisten Musik von Marianna Martines, einer Schülerin Joseph Haydns. Karten für diese Aufführung gibt es an der Abendkasse.
06.01.2012
Gesungener Glaube:
Das musikalische Programm der Erlöserkirche Bad Homburg im Jahr der Kirchenmusik
Zum Jahr der Kirchenmusik, das die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau für 2012 ausgerufen hat, wird in der Erlöserkirche Bad Homburg erneut ein aufwändiges Musikprogramm zu hören sein, das bekannte Oratorienwerke neben musikalische Raritäten stellt.
Zu Jahresbeginn, am 8. Januar 2012, komplettieren zunächst die Kantaten 4, 5 und 6 das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach, dessen erste drei Kantaten bereits am 18. und 26. Dezember des laufenden Jahres aufgeführt werden.
Natürlich liegt dem Bachchor die Pflege des Werkes seines berühmten Namensgebers ganz besonders am Herzen, aber Kantorin Susanne Rohn hat in der Vergangenheit bereits vielfach bewiesen, dass es auch und gerade in der seltener gespielten Chorliteratur wahre Schätze zu entdecken gibt.
Deshalb steht auf dem Programm 2012 des Bachchors neben berühmten Kompositionen wie Bachs „Matthäuspassion“ und Mendelssohns „Paulus“ auch das unbekannte, hochromantische Werk „Quo vadis“ des polnischen Komponisten Felix Nowowiejski. In diesem klangschönen und dramatischen Oratorium hat er Szenen aus dem berühmten gleichnamigen Roman seines Landsmannes Henryk Sienkiewicz vertont. Der Bachchor kooperiert für diese Neu- bzw. Wiederentdeckung mit der Fuldaer Dommusik. Einen weiteren Höhepunkt markiert das Abschlusskonzert zum 3. Bad Homburger Poesie & Literaturfestival am 7. Juni, mit dem der Chor zusammen mit Schauspieler Michael Mendl eine Brücke zwischen dem literarischen Werk Fjodor Dostojewskis und der Chormusik von Peter Tschaikowski schlägt.
Für musikalische Entdeckungsreisen steht insbesondere auch der Kammerchor, dem derzeit etwa 40 Sängerinnen und Sänger des Bachchors angehören. So präsentiert das Ensemble gemeinsam mit dem Collegium Vocale Bad Homburg in einem gemeinsamen Konzert Werke der Haydn-Schülerin Marianna Martines – ein Beitrag zum Weltfrauentag des kommenden Jahres. Musikalische Streifzüge durch die Zeit der Renaissance sowie das traditionelle Länderkonzert, in dessen Mittelpunkt diesmal „Musik für die Synagoge“ steht, bieten Einblicke in Werke, die in Deutschland auf diesem Niveau nur noch selten zu hören sind. Spannend verspricht auch die Uraufführung des 24-stimmigen Stückes „Lux Divisa“ des Münchener Komponisten Graham Lack zu werden, an der neben Sängerinnen und Sängern aus den Chören der Erlöserkirche auch das Collegium vocale sowie enChore aus Oberursel mitwirken.
Im mittlerweile schon traditionellen Silvesterkonzert, das sich von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit unter den Bad Homburgern erfreut, setzt schließlich Ludwig van Beethovens 5. Symphonie den klanggewaltigen und festlichen Schlusspunkt unter das abwechslungsreiche Jahr.
Kirchenmusik von der Qualität und Vielfalt, wie sie Jahr für Jahr in der Erlöserkirche zu hören ist, wäre nicht möglich ohne die Unterstützung zahlreicher Förderer. Neben dem Kulturamt der Stadt Bad Homburg sind hier vor allem die Deutsche Leasing AG sowie die Taunus Sparkasse zu nennen. „Ein solch großzügiges Engagement, das auch unabhängig von wirtschaftlichen Schwankungen Bestand hat, kann man nicht hoch genug schätzen“, sagt Susanne Rohn. „Denn eines ist offensichtlich: Ohne konstante finanzielle Unterstützung von vielen Seiten könnten wir Konzerte von der Dimension eines Weihnachtsoratoriums oder einer Matthäuspassion nicht länger realisieren.“ Weil dabei auch jeder kleine Beitrag zählt, gibt es an der Erlöserkirche den Verein zur Förderung der Kirchenmusik, dem neue Mitglieder jederzeit willkommen sind.
Das vollständige Kirchenmusikprogramm 2012 der Erlöserkirche ist als Druckfassung im Gemeindebüro (Dorotheenstraße 3, Bad Homburg) erhältlich und kann zudem im Internet unter www.bachchor-badhomburg.de und auf www.facebook.com/bachchor heruntergeladen werden.
Der Kartenvorverkauf beginnt am 1. Februar 2012 im Gemeindebüro.
23.11.2011
Musikalischer Advent:
Rumänische Weihnachtsweisen und J.S. Bachs Weihnachtsoratorium in der Erlöserkirche
Advent und Weihnachten wären ohne festliche Musik für viele wohl undenkbar. Deshalb bringen die Chöre der Erlöserkirche unter Leitung von Kantorin Susanne Rohn auch in diesem Jahr ein aufwändiges Programm vorweihnachtlicher Musik zu Gehör.
Den Beginn macht der Kammerchor Bad Homburg am Sonntag, 4. Dezember 2011 (2. Advent): Mit den „Colinde“, rumänischen Weihnachtsliedern, die seit Jahrhunderten von Tür zu Tür wandernd gesungen werden, stellt Kantorin Susanne Rohn erneut in Deutschland nur selten zu hörende Musik vor. Ergänzt wird das Programm durch Orgelwerke rumänischer Komponisten, die von der aus Siebenbürgen stammenden Organistin Nicoleta Paraschivescu interpretiert werden. Beginn ist um 19.30 Uhr.
Auch das wohl berühmteste Vokalwerk der Kirchenmusik steht nach mehrjähriger Pause in diesem Jahr wieder auf dem Konzertprogramm der Erlöserkirche Bad Homburg – und das für große, wie auch für kleine Zuhörer: Am Samstag, 17. Dezember 2011 musizieren der Bachchor und Vokalsolisten, begleitet von dem renommierten Barockorchester „L’Arpa festante“, zunächst Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium für Kinder. Mit Otto Mayr konnte für diese Aufführung ein Sprecher gewonnen werden, der vielen rund um die Kurstadt beheimateten Kindern bereits aus der Kleinen Oper Bad Homburg bestens bekannt sein dürfte.
Es folgen am 18. und 26. Dezember 2011 jeweils die Kantaten 1 bis 3 des Werkes, bevor am Sonntag, 8. Januar 2012 die Kantaten 4, 5 und 6 die festliche Aufführung komplettieren. Beginn aller drei Konzerte ist jeweils um 17.00 Uhr; die Leitung hat Kantorin Susanne Rohn.
„Wir freuen uns besonders, dass wir in diesem Jahr den jungen Zuhörern eine eigene Aufführung des Weihnachtsoratoriums bieten können“, sagt Susanne Rohn, Kantorin der Erlöserkirche. Michael Gusenbauer, Geiger im Barockorchester „L’Arpa festante“ hat Bachs berühmtes Vokalwerk für Kinder eingerichtet und bereits in vielen Städten erfolgreich aufgeführt. Mit einer Länge von etwa 45 Minuten ist das Konzert auch für die Jüngsten geeignet.
Das komplette Oratorium wird als Zyklus an drei Abenden musiziert, wobei die Kantaten 1 bis 3 mit den Inhalten Geburt, Verkündigung, Anbetung durch die Hirten jeweils am 4. Advent und am 2. Weihnachtsfeiertag zu hören sein werden. Die Kantaten 4 bis 6 Beschneidung und Namensgebung – Der Stern führt die Weisen zum Kind – Anbetung durch die Weisen singt der Chor, wie von Bach vorgesehen, erst am Sonntag nach Neujahr.
Karten für alle Veranstaltungen gibt es an der Abendkasse sowie im Gemeindebüro (Dorotheenstraße 3, Bad Homburg). Das vollständige Kirchenmusikprogramm 2012 der Erlöserkirche steht unter www.bachchor-badhomburg.de zum Download zur Verfügung.
07.11.2011
Kirchenmusik in voller Pracht:
Bachchor Bad Homburg singt Bruckners Messe in f-Moll
Vielen gilt sie als eines der strahlendsten Werke der Kirchenmusik: Die von Anton Bruckner 1867/68 komponierte große „Messe in f-Moll“. Am Totensonntag, 20. November 2011 um 17.00 Uhr gibt es das aufgrund seines hohen musikalischen Anspruchs nur selten aufgeführte Werk zusammen mit Gustav Mahlers „Kindertotenliedern“ in der Erlöserkirche Bad Homburg zu hören.
Es singen und spielen Maria Bengtsson (Sopran), Ursula Eittinger (Alt), Hans Jörg Mammel (Tenor), Wolfgang Newerla (Bass) und der Bachchor Bad Homburg begleitet von Mitgliedern der Frankfurter Sinfonieorchester. Die Gesamtleitung hat Susanne Rohn. Karten gibt es im Gemeindebüro der Erlöserkirche, Dorotheenstraße 1-3, Bad Homburg oder an der Abendkasse.
Die Messe in f-Moll ist die letzte von drei Messkompositionen des österreichischen Komponisten Anton Bruckner (1824-1896). Sie ist in der Besetzung ungleich größer angelegt als die ein Jahr zuvor entstandene e-Moll-Messe; sie wird daher oft mit Recht Bruckners „Große Messe“ genannt. Bruckner selbst empfand die nach einem Kuraufenthalt entstandene Messe als seine Retterin, die ihn kurz vor dem Absturz in den drohenden Wahnsinn ins Leben zurückholte. Dieses großartige, tief innerliche und erschütternd fromme Werk gehört zu den schönsten Zeugnissen liturgischer Kunst.
Nachdem im Winter 1833/1834 zwei seiner sechs Kinder an Scharlach gestorben waren, schrieb sich der fränkische Dichter Friedrich Rückert (1788-1866) in nicht weniger als 428 „Kindertodtenliedern“ seine Trauer von der Seele. Aus dieser ergreifenden Totenklage wählte der Komponist Gustav Mahler (1860-1911) fünf Lieder aus und vertonte sie in den Jahren 1901 und 1904.
Eintrittskarten zu € 27, 18, 13 oder 8 gibt es an der Abendkasse oder im Vorverkauf beim Gemeindebüro der Erlöserkirche (06172/21089) und bei Tourist Info+Service (06172/178110).
26.08.2011
"New York Mass": Musikalisches Gedenken zum 11. September
Ein musikalisches Zeichen gegen Terror und Gewalt setzt die Erlöserkirche Bad Homburg am 11. September 2011: Der Bachchor der Erlöserkirche und der Chor des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums Bad Homburg singen im Rahmen eines Musikgottesdienstes die „New York Mass“ des Darmstädter Komponisten Christoph Schoepsdau. Begleitet werden sie von renommierten Jazzmusikern: Bernd Schmidt (Piano), Maurice Kühn (Bass), Jens Biehl (Schlagzeug), Christian Müller (Gitarre) und Reinhard Kretschmer (Saxophon). Beginn ist um 10.00 Uhr; die Predigt hält Dr. Alexander von Oettingen.
Der Komponist und Pianist Christoph Schoepsdau wurde 1970 geboren und wirkte unter anderem in New York an der Manhattan School of Music. Die künstlerische und kulturelle Vielfalt der amerikanischen Metropole inspirierten ihn zu seiner „New York Mass“, die er 2002 in der Folgezeit der Terroranschläge als Hommage an die Stadt und ihre Menschen schrieb.
Das Werk basiert auf dem englischen Messtext, der musikalisch ausgedeutet wird. „New York Mass“ arbeitet dabei mit vielfältigen Stilmitteln: So verbindet Christoph Schoepsdau swingende Jazzpassagen und fließende lateinamerikanische Rhythmen mit packenden Funk- oder Gospelelementen zu einem homogenen Ganzen.
14.04.2011
Chor, großes Orchester und Solisten in der Erlöserkirche
Am 22. April, findet um 17.00 Uhr in der Erlöserkirche Bad Homburg das traditionelle Oratorienkonzert zum Karfreitag statt. Drei Werke des 20. Jahrhunderts stehen dieses Mal auf dem Programm: Von Lili Boulanger (1893-1918) wird der 130. Psalm zu hören sein, gefolgt von Olivier Messiaens (1908-1992) Orchesterstück „Les offrandes oubliées“. Das Hauptwerk des Abends ist das berühmte „Stabat Mater“ von Francis Poulenc (1899-1963.)
Lili Boulanger war die erste Frau, die den „Prix de Rome“, den wichtigsten Komponistenpreis Frankreichs erhielt. Trotz ihres frühen Todes im Alter von nur 24 Jahren hat sie ein bedeutendes Œuvre hinterlassen, aus dem der Psalm 130 („Aus der Tiefe“) als das innovativste und expressivste Chorwerk herausragt. Olivier Messiaens kurzes Orchesterstück „Les offrandes oubliées“ meditiert die Karfreitagsthematik, bevor im klangschönen „Stabat mater“ von Francis Poulenc der Schmerz der Gottesmutter Maria in ergreifenden Sopransoli und zarten Chorsätzen zum Ausdruck kommt.
Die Solistinnen sind Heidrun Kordes (Sopran) und Lena Naumann (Alt.) Der Bachchor der Erlöserkirche wird begleitet von der Sinfonietta Frankfurt und dem Offenbacher Kammerorchester, die Leitung hat Susanne Rohn.
Karten zu € 27, 18, 13 oder 8 gibt es an der Abendkasse oder im Vorverkauf beim Gemeindebüro der Erlöserkirche (Dorotheenstraße 3, 61348 Bad Homburg, Tel.: 06172 21089) sowie bei Tourist Info+Service (Tel. 06172 178110.)
16.02.2011
Virtuoses Orgelspiel und hohe Stimmkultur
Am kommenden Sonntag, dem 20. Februar, findet um 19.30 Uhr in der Erlöserkirche Bad Homburg ein Chor- und Orgelkonzert statt. Susanne Rohn und der Kammerchor der Erlöserkirche präsentieren Musik von Marcel Dupré und seinen Zeitgenossen.
Dupré lebte von 1886 bis 1971. Zu seinem 125. Geburtstag erklingt sein eindrucksvolles Orgelwerk „Symphonie Passion“, welches Geburt, Sterben und Auferstehung Jesu in expressiven Bildern beschreibt. Auf der großen Sauer-Orgel kommen Kraft und Farbigkeit dieser Musik besonders zur Geltung.
Ergänzt wird das Programm durch Chormotetten von Duprés Weggefährten Francis Poulenc, Olivier Messiaen und Maurice Duruflé. Bei Poulencs reizvollen Weihnachtsmotetten, beim mystischen „O sacrum convivium“ von Messiaen sowie im berühmten „Ubi caritas“ von Duruflé hat der Kammerchor der Erlöserkirche Gelegenheit, ein weiteres Beispiel für sein hohes Niveau zu geben.
Karten zu € 8.- (ermäßigt 6.-) gibt es an der Abendkasse.
24.01.2011
Gottesdienst mit Bach-Kantate
Am Sonntag, dem 30.1.2011, veranstaltet die Erlöserkirche Bad Homburg um 10.00 Uhr einen Musikgottesdienst. Gastsängerinnen und -sänger werden dabei zusammen mit Mitgliedern des Bachchors der Erlöserkirche die Kantate Nr. 72 „Alles nur nach Gottes Willen“ von Johann Sebastian Bach aufführen. Begleitet werden sie von Mitgliedern des Offenbacher Kammerorchesters; die Solopartien übernehmen Annegret Kleindopf (Sopran), Diana Schmid (Alt) und Jan Schümmer (Bass). Die Liturgie des Gottesdienstes hält Pfarrerin Astrid Bender, die musikalische Leitung hat Susanne Rohn.
Im Anschluss an den Gottesdienst stellt Kantorin Susanne Rohn die beiden Orgeln der Erlöserkirche vor. Der Eintritt ist frei.
09.12.2010
Meisterwerke zu Weihnachten:
Bachchor und Kammerchor der Erlöserkirche singen Schubert und Mozart
Am Sonntag, 19. Dezember (4. Advent) und am Sonntag, 26. Dezember 2010 (2. Weihnachtstag) erklingen in der Erlöserkirche Bad Homburg jeweils zwei musikalische Meisterwerke: Der Kammerchor eröffnet das diesjährige Weihnachtskonzert mit der Vesperae solennes de Dominica (KV 321) von Wolfgang Amadeus Mozart – einer von zwei feierlichen Vesper-Kompositionen, die Mozart zwischen 1772 und 1781 für den Salzburger Dom schuf. Der Bachchor präsentiert anschließend mit der Messe in Es-Dur Franz Schuberts bedeutendste Messvertonung, deren Uraufführung der 1828 im Alter von nur 31 Jahren verstorbene Künstler jedoch nicht mehr erlebte.
Die Solopartien singen Heike Beckmann (Sopran), Britta Jacobus (Alt), Alexander Efanov (Tenor), Ralf Petrausch (Tenor) und Ulrich Wand (Bass). Begleitet werden Chor und Solisten von Mitgliedern der Frankfurter Sinfonieorchester. Die Leitung hat Susanne Rohn.
Konzertkarten sind an der Abendkasse oder im Gemeindebüro (Dorotheenstraße 3, 61348 Bad Hom-burg, Tel.: 06172 21089) sowie bei Tourist Info+Service (Tel. 06172 178110) erhältlich. Konzertbeginn ist jeweils um 17.00 Uhr.
15.11.2010
Erlöserkirche stellt Kirchenmusikprogramm 2011 vor
„Ehre das Alte hoch, bringe aber auch dem Neuen ein warmes Herz entgegen.“ Unter diesen Leitgedanken aus den Musikalischen Haus-und Lebensregeln von Robert Schumann hat Susanne Rohn, Kantorin der Erlöserkirche Bad Homburg, das musikalische Programm des ausklingenden Jahres 2010 sowie des Gesamtjahres 2011 gestellt.
Am 21. November 2010 stellt der Bachchor Bad Homburg Teile der H-Moll Messe von Johann Sebastian Bach der „Missa Profana“ des in Oberursel lebenden Komponisten Heinz Werner Zimmermann gegenüber, deren Credo auf die Bach-Messe Bezug nimmt. Zwei Wochen später, am 5. Dezember 2010, präsentieren die Frauen des Kammerchors Bad Homburg mit dem Programm „Frauenchor und Harfe – die Fülle des Wohllauts“ ihre neue CD bevor in den Weihnachtskonzerten des Bachchors am 19. und 26. Dezember Mozarts „Missa Solennes de Dominica“ sowie Fanz Schuberts Messe in Es-Dur erklingen.
Die für das Jahr 2011 geplanten Werke spannen einen weiten Bogen über viele Jahrhunderte Musikgeschichte: Eröffnet wird das neue Musikjahr am 20. Februar mit Marcel Duprés „Symphonie Passion“ – ein Orgelwerk des 20. Jahrhunderts, das der Kammerchor durch Motetten von Poulenc, Geoffray, Duruflé u.a. ergänzt.
Die Passionszeit hat gleich zwei musikalische Höhepunkte zu bieten: Am 3. April singt Star-Bariton Klaus Mertens Antonín Dvořáks „Biblische Lieder“ aus seiner jüngst gemeinsam mit Susanne Rohn in der Erlöserkirche eingespielten CD. Ihnen zur Seite stellt der Kammerchor „Die Seligpreisungen“ von Franz Liszt. Am Karfreitag, 22. April, präsentiert der Bachchor ein großes Oratorienkonzert mit Lili Boulangers „Psalm 130“ und dem „Stabat“ Mater“ von Francis Poulenc.
Am 15. Mai portraitiert der Kammerchor Vater und Sohn Gárdony bevor am 19. Juni eine Premiere auf dem Programm steht: Alle vier Chöre der Erlöserkirche – Bachchor, Gospelchor, Kammerchor und Kinderchor – verabschieden sich mit einem bunten A-Cappella-Programm in die Sommerpause.
Das zweite Halbjahr 2011 eröffnet der Kammerchor am 21. August mit dem zweiten Teil seines Länderkonzertes „Frankreich“. Am 11. September führen der Bachchor sowie der Chor des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums Bad Homburg zum Gedenken an die Terroranschläge des Jahres 2001 die „New York Mass“ des 1970 geborenen Komponisten Christoph Schoepsdau auf.
Mit Anton Bruckners Messe in f-Moll steht am Totensonntag, 20. November, die wohl bedeutendste Messkomposition der Romantik auf dem Konzertplan des Bachchors bevor zu Weih-nachten Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium das Programm abrundet. Ihm voran geht am 17. Dezember eine Kurzfassung des bekannten Werkes für Kinder.
16.06.2010
Erlöserkirche swingt in den Sommer
Mit einem beschwingten Musikgottesdienst läutet der Bachchor der Erlöserkirche Bad Homburg am Sonntag, 27. Juni 2010 den Sommer ein: „A Little Jazz Mass“, eine Messvertonung des britischen Komponisten Bob Chilcott, fand bereits vor zwei Jahren bei ihrer ersten Aufführung in der Erlöserkirche so großen Anklang, dass Kantorin Susanne Rohn ihrem Bachchor das Werk für 2010 erneut in sein Programmheft geschrieben hat.
Bob Chilcott (geb. 1955) schrieb „A Little Jazz Mass“ im Jahr 2004 für das Crescent City Choral Festival in New Orleans – der Stadt, die dem Jazz vermutlich wie keine andere verbunden ist. Die einzelnen Sätze der Messe besitzen jeweils einen vollkommen eigenständigen Charakter, der die verschiedenen Stile des Jazz herausarbeitet. Das Kyrie und das Benedictus sind stark rhyth-misch orientiert, während das Gloria die Zuhörer durch seinen Swing mitreißt. Sanctus und Agnus Dei schließlich sind von entspanntem Blues inspiriert.
Bob Chilcott komponierte die Messe für Chor und Begleitinstrumente – idealerweise die klassische Jazz-Combo mit Klavier, Bass und Percussion. Diese Besetzung wird deshalb auch in der Erlöserkirche zu hören sein mit Hanno Lotz am Klavier, Ulrich Wanka am Bass und Konrad Graf als Percussionist.
Beginn ist am 27. Juni 2010 um 10.00 Uhr in der Erlöserkirche; der Gottesdienst wird gemeinsam gehalten von Pfarrerin Astrid Bender und Pfarrer Alexander von Oettingen.