Was man über uns schreibt.
Das Presseecho.

13.10.2015: Publikum singt stehend und aus voller Brust mit
20.11.2012: Rote Nasen, schwarze Gospel-Leidenschaft
09.10.2012: Wo alle zusammen singen
15.09.2010: Sphärenmusik im Kirchenschiff
02.07.2009: Mitreißender Chorgesang
30.06.2009: Von Bach bis Supertramp
30.06.2009: Gospelchor bringt eigene CD heraus
24.02.2009: Gospel-Chor der Erlöserkirche unter neuer Leitung



13.10.2015 - Taunus Zeitung

Publikum singt stehend und aus voller Brust mit

„What a Wonderful World!“ Der Gospelchor „PraiSing“ brachte auch das Publikum in der Erlöserkirche zum Singen.

Bad Homburg. Schon die ersten Takte des Gospels „Walkin’ Down That Glory Road“ rücken am Sonntagnachmittag gefährlich nah an die Seele heran. „PraiSing“, der Gospelchor der Erlöserkirche, trägt drei Verben im Namen: beten, lobpreisen und singen. Doch nicht nur der kraftvolle Gesang, auch die Körpersprache gibt dem Namen und dieser Art religiösen Gesangs Ausdruck. Zum Gospel gehört Bewegung. 60 Frauen und Männer mit roten und orangefarbenen Schals zur schwarzen Kleidung geben mit rhythmischen Bewegungen und gen Himmel erhobenen Armen ein lebhaftes Bild. Die Mosaiken der Apsis verstärken diese Wirkung um ein Vielfaches, und das Publikum zeigt sich berührt von Rhythmus und Botschaft der Gesänge.

Gospel bedeutet auf Englisch Evangelium; Gospelmusik dient der Verbreitung der göttlichen Botschaft. Aber sie drückt in der Gemeinschaft auch starke Emotion aus, den einen zur Freude, den anderen zum Trost. Ihre Wurzeln gehen auf die christliche Musik afroamerikanischer Gemeinden zurück. Die wirkungsvolle instrumentale Begleitung – Hanno Lotz am Klavier, Ulrich Wanka, Bass, und Philipp Seuss am Cajon – setzt die Gospelmusik bei diesem publikumswirksamen Konzert in Szene.

Wolfgang Michael Weiß ist seinem Chor ein inspirierender Leiter; er spornt aber nicht nur ihn an, sondern versteht es auch, das Publikum mitzureißen. So dauert es nicht lang, bis es bei „Come And Go With Me“ heißt: „Mitsingen!“ Die Zuhörer folgen widerstandslos, erheben sich, singen aus voller Brust und klatschen den nicht einfachen Takt mit, zumeist richtig.

Manche Liedzeile trägt ein Solist aus dem Chor vor, wie Hannah Behnke in „Power of Your Love“ oder – mit bemerkenswert ausgreifender Stimme – Sigrun Glaser in „City Called Heaven“. Anja Fink, Andrea Keßler und Christine Melcher gelingt ein ergreifendes Trio zu einem Medley. Die oft vom Piano angespielten Melodien treffen jede Seelenlage: Freude, Sehnsucht, Verzagtheit. Aber eines gilt immer: „What a Wonderful World“, das Lied von Louis Armstrong, hier gesungen von Thomas Wagner.
(mad)


20.11.2012 - Taunus Zeitung

Rote Nasen, schwarze Gospel-Leidenschaft

Von Brigitte Gaiser

Dr. Pillepalle und Co. und engagierte Chorsänger unterhalten die Gäste der Benefiz-Soiree des Zonta-Clubs
Von wegen ein Benefizabend ist eine bierernste Angelegenheit. Bei der Soiree des Zonta-Clubs in der Englischen Kirche gab’s neben dem Auftritt des Gospelchors der Erlöserkirche eine Menge Schabernack, schließlich ging’s dabei um ganz spezielle Doktoren.


Bad Homburg. "Was gibt es Schöneres, als den Klinikalltag mit bunten Farben, Musik und Zauberei zu durchbrechen und dafür mit strahlenden Kinderaugen entlohnt zu werden?", fragte Dr. Sockenschuss alias Sabine Hamann. Und so ist es ihm und seinen Kollegen Dr. Pillepalle, Dr. Johannes Kraut, Frau Dr. Krümel, Dr. Lächele, Frau Dr. Olga und Dr. Doktor oberste Priorität, Freude und Lachen in das Leben schwer kranker Kinder zu bringen.

Zusammen nennen sie sich Clown Doktoren und diese besitzen trotz ihres Aussehens eine Ausbildung und die nötige Sensibilität, um in mittlerweile sieben Krankenhäusern individuelle Hilfen zu bringen. Insbesondere auf der Kinderkrebsstation der Uniklinik in Frankfurt sind die Docs mit der roten Nase aktiv.

Von diesem Ärztevolk neckisch begrüßt, stürmten die Gäste die Englische Kirche, in die der Zonta-Club Bad Homburg zu seiner 17. Benefiz-Soiree geladen hatte. Nach der Begrüßung durch Zonta-Präsidentin Dr. Eva Denk, Landrat Ulrich Krebs (CDU), Professor Dr. med. Thomas Klingebiel und Bürgermeister Karl Heinz Krug (SPD) bot der Gospelchor der Erlöserkirche eine Auswahl an Liedern aus seinem Repertoire dar.

Gleich beim ersten Lied, "Oh Happy Day", durften die Zuhörer einstimmen und hatten mit "Amazing Grace" und dem bekannten "Swing Low" weitere Gelegenheiten, der Sangesfreude des Chors zu folgen. Wie immer in diesen fröhlich und engagiert dargebotenen Chorkonzerten – "Singing just for Joy" ist auch das Motto – gab Dirigent Wolfgang Weiß einen Solovortrag wie auch andere Chormitglieder. "City Called Heaven" mit Sigrun Glaser-Freyer reichte ganz dicht an Tiefe und Leidenschaft der schwarzen Gospelsänger heran.

Clownesker Glückwunsch
In der Pause hatten die Gäste reichlich Gelegenheit, den gesponserten kulinarischen Köstlichkeiten zuzusprechen und vielfältige Begegnungen mit den Clowns zu erleben. Eine Darbietung der Clowns leitete schließlich auch die Ziehung der Tombola ein, die mit gespendeten Preisen bestückt war, deren Gewinn von Akkordeon und Basstuba begleitet und durch clownesken Glückwunsch belohnt wurde.

Der Erlös dieser 17. Benefiz Soiree ging auch in diesem Jahr an die Clown Doktoren, die im Verlauf all dieser Jahre, einst vermittelt durch eine Zonta-Dame und Gospel-Sängerin, mit insgesamt rund 650 000 Euro vom Zonta-Club unterstützt wurden.
Noch ein Wort zur Arbeit der Zonta-Damen. Weltweit sind es etwa 33 000 berufstätige Frauen, die sich seit 1919 dem Dienst am Menschen verpflichtet haben. In diesem Jahr können die Homburgerinnen auf eine stolze Bilanz von 40 000 Euro blicken, mit denen sie neben den Clown Doktoren die Frauenhäuser Bad Homburg und Oberursel und die Ausbildung von Frauen in anderen Projekten unterstützt haben.


09.10.2012 - Taunus Zeitung

Wo alle zusammen singen

Von Brigitte Gaiser

Hallelujah! Unter diesem Motto ließ der Gospelchor der Erlöserkirche am Sonntagabend in seinem diesjährigen Konzert wieder einmal das Publikum an seiner eigenen Begeisterung teilhaben.

Bad Homburg.  Ziemlich gut besucht war am Sonntagabend die Erlöserkirche – und unter spürbarer Spannung standen die Zuhörer tatsächlich schon vor dem Eingangsportal. Dort hatte sich nämlich der Gospelchor versammelt, um zum Beginn seines diesjährigen Konzertes mit der verheißungsvollen Aufforderung "Singing All Together" linkerhand und rechterhand durch die Seitenschiffe der Kirche Einzug zu halten.

Wolfgang Weiß, selbst Kirchenmusiker und Oratoriensänger, dirigierte vom Mittelgang aus die drei Instrumentalisten und die Choristen. Und tatsächlich durfte das Publikum schon beim zweiten Lied seinen Teil zum Gelingen des Konzerts beitragen. Munter den Rhythmus klatschend und jeweils in den Refrain einstimmend – alle kannten natürlich den Text zu "Oh Happy Day" – ließ man sich nicht lange bitten, nachdem Brigitte Hotz mit voller sonorer Stimme die Strophen angestimmt hatte.

"Sing to the Lord, Hallelujah" und "Yes, God Is Real", voller Enthusiasmus sang der Chor mit den Solisten Thomas Wagner und Karin Vater, welch letztere allerdings mit ihrer Stimme nicht durchdringen konnte. Begleitet wurde der Chor übrigens von Hanno Lotz (Klavier), Ulrich Wanka (Kontrabass) und Michael Reuter (Schlagzeug). Alle drei sind versierte Musiker und seit langem schon vertraut in der Zusammenarbeit mit den Sängern des Chores.

Mit einem Solovortrag, "I Don’t Wanna Talk About It", stellten sich Andrea Keßler, Anja Fink und Christine Melcher vor, alle drei Sängerinnen, eine begleitete am Klavier, welches dann doch zu laut war und das Trio mitunter komplett zudeckte. Auch "Amazing Grace", das sehr bekannte gefühlvolle Lied, durfte im Programm nicht fehlen, mit reiner Intonation vorgetragen von Anja Eckstein-Gooß und Andrea Keßler, begleitet vom Chor und in der letzten Strophe unterstützt durch das Publikum.

Zwei Zugaben
Mit weiteren solistischen Darbietungen traten Silke und Thomas Wagner auf (Ezekiel Saw The Wheel) und dann der Chorleiter Wolfgang Weiß, der sich selbst am Flügel begleitete. Publikum und Chor waren hell begeistert, ebenso von den Solistinnen Brigitte Hotz (Nobody Knows The Trouble I’ve Seen) und Sigrun Glaser-Freyer (City Called Heaven), die mit ihren Stimmen und ihrer Interpretation dem Gospelgesang von Afroamerikanern sehr nahe kamen.

Nach Wolfgang Saure als Solist kam der Gast des Abends, nämlich Nehemiah Brown. Er war allen bestens bekannt von früheren Konzerten, mit seiner Performance und eigenen Liedern. Er konnte das Publikum mit Singen und rhythmischen Bewegungsabläufen ins Geschehen einbinden. Allerdings war von seinem Gesang, von Klavier und Chor wenig zu hören, denn das Schlagzeug dominierte alles. Dennoch war die Begeisterung riesengroß und forderte nach "Swing low" und dem "Hallelujah" noch zwei Zugaben heraus.

15.09.2010 - Taunus Zeitung

Sphärenmusik im Kirchenschiff

Von Brigitte Gaiser

Ein regelmäßig arbeitender Chor erwuchs aus der einstmals als Projektarbeit begonnenen Sangesfreude. Begeisterung und Liebe zur spirituellen, dynamischen und lebensfrohen Musik machten es möglich.

Bad Homburg. Zu Beginn des gut besuchten Konzerts in der Erlöserkirche am Sonntagnachmittag sangen drei Vokalisten, spielten drei Instrumentalisten (Klavier, Bass, Schlagzeug) – Chor war keiner da. Dann, fein wie Sphärenmusik, klang es aus dem Nichts, steigerte sich allmählich und schließlich schritten die Choristen in Zweierreihen durch das Kirchenschiff mit dem Lied «I Believe»: ein Auftakt in besonderer, anrührender Art!

In der Begrüßungsrede erfuhr man, dass der heutige Chorleiter, Wolfgang Weiß, der Kirchenmusik, Chorleitung und Gesang studiert hat und der den Chor sicht- und hörbar gut im Griff hat, in den zehn Jahren seit Bestehen einige Vorgänger hatte, die teilweise anwesend waren und ebenfalls mitwirkten. Susanne Rohn, die Kantorin der Erlöserkirche, habe den Chor sogar in einer führungslosen Zeit gerettet.

45 Sängerinnen und die durch eine besonders tiefe Frauenstimme ergänzten acht Tenöre beziehungsweise Bässe sangen und agierten durchweg mit viel Freude und sehr engagiert. Was insgesamt neun Chormitglieder auch solistisch mit dem Chor zusammen boten, konnte sich durchaus hören lassen und war teilweise richtig professionell, wie zum Beispiel «Sweet Spirit» mit Brigitte Hotz, früher Altistin im Frankfurter Opernchor. Bei Leonard Cohens «Hallelujah» durfte der Chor ausruhen, die Stimmen schonen, dargeboten wurde es überzeugend von Hannah Behnke und Andrea Keßler mit eigener Klavierbegleitung.

Schade, dass der Genuss ein wenig getrübt war durch zu laut verstärkte Instrumente, die von Hanno Lotz, Ulrich Wanka und Michael Reuter (Klavier, Bass und Schlagzeug) durchaus gut gespielt wurden. So war es wohltuend, wenn bei einigen Liedern nur mit von Hand geschlagenen kleinen Trommeln begleitet wurde, der Chor kam dann schön zur Geltung.

Der Chor suche immer neue Mitglieder, besonders Männerstimmen für Tenor und Bass. Die Arbeitsatmosphäre sei sehr freundlich und man dürfe dienstags in der Zeit von 20 bis 21.30 Uhr immer schnuppern kommen. Das glaubt man nach diesem gelungenen Konzert gerne.


02.07.2009 - Frankfurter Neue Presse

Mitreißender Chorgesang

Bad Homburg (hr). Die neobyzantinische Erlöserkirche ist weit über die Region hinaus bekannt für die herausragenden Kirchenkonzerte. Doch Kirchenmusik besteht nicht nur aus Bach, Schütz, Schein und Mendelssohn Bartholdy. In Amerika entstanden in den Gemeinden der schwarzen Bevölkerung Gospels und Spirituals, die sehr emotional die Situation der versklavten Menschen erzählen. In der Mischung aus afrikanischen Melodien und den Rhythmen der amerikanischen "Besitzer" entwickelte sich im Laufe der Jahre eine Musik, die afu der einen Seite sakral, aber wegen ihres befreienden musikalischen Stils auch weltlich ist.

Im Jahr 1999 entwickelte sich an der evangelischen Innenstadt-Gemeinde eine "Gospel-Werkstatt", in der Projekte erarbeitet und der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Aus der Werkstatt entstand ein Chor, der sich nun regelmäßig trifft, immer mehr wächst und herausragende Konzerte gestaltet. So jetzt wiederum geschehen in der Erlöserkirche, die sehr gut gefüllt war. Der neue Leiter des Gospelchores ist Wolfgang Weiß, seines Zeichens ausgebildeter Oratoriensänger und Kirchenmusiker. Unterstützt wurden die Choristen von Hanno Lotz am Klavier, Michael Reuter am Schlagzeug und Ulrich Wanka am Kontrabass. Dadurch entstanden schwungvolle und mitreißende Interpretationen bekannter und weniger bekannter Spirituals und Gospels.

Den Auftakt bildete "Come and go with me", wobei gleich das Publikum zum Mitmachen aufgefordert wurde, zumal der Text im Programmheft verfügbar war. Es folgten mit nicht minderer Intensität "Soon and very soon" und "Good news", um nur beispielhaft einige der herausragend interpretierten Stücke zu nennen. Immer wieder forderte Wolfgang Weiß das Publikum auf, mitzusingen oder skandierenden Beifall zu spenden. Zunächst erwiesen sich die Zuhörer als eher schwerfällig, tauten dann aber immer mehr auf und sorgten am Ende für grandiose Atmosphäre in der Erlöserkirche.

Auch bei "Plenty good room" konnten alle mitsingen und im hymnischen Song "O magnify the Lord" verwandelte sich die Kirche endgültig in einen amerikanischen Sakralraum. Brigitte Hotz begeisterte mit ihrem Solo "Summertime" und schließlich klang das Konzert mit einer Reprise von "Come and go with me" aus.

Am Ausgang war die neue CD des Gospelchores zu bekommen, die buchstäblich in letzter Minute zum Konzert entstanden istund das Repertoire des vorbildlichen Chores widerspiegelt. Außerdem gibt es die hörenswerte CD im Gemeindebüro der Erlöserkirche in der Dorotheenstraße 3.


30.06.2009 - Taunus Zeitung

Von Bach bis Supertramp

Die sechste Nacht der Chöre des Lions-Club Bad Homburg Weißer Turm war ein voller Erfolg.

Bad Homburg. Mittlerweile ist das Ereignis nicht mehr aus dem Bad Homburger Kulturkalender wegzudenken: Alljährlich lädt der Lions-Club Bad Homburg Weißer Turm zur «Nacht der Chöre» ein. Die Besucherzahlen wachsen hier noch immer, sodass in diesem Jahr bereits einige Besucher stehen mussten, um sich von den vielseitigen Klängen der Chöre verzaubern lassen zu können.

Ausgangspunkt der musikalischen Nacht war in der St. Marien-Kirche. Von dort ging es bei herrlich warmem Sommerwetter in den Schlosshof, um ein Gläschen Wein oder Bier vom Kronenhof genießen zu können. In der Schlosskirche folgte dann der zweite Teil des Abends mit völlig anderer Vokal-Musik. Denn gerade das zeichnet die Nacht der Chöre aus: Im ersten Teil sind es rein sakrale Werke, die begeistern, nach der Pause bleibt es zwar im kirchlichen Rahmen, wird aber wesentlich moderner.

Der Kammerchor der Erlöserkirche unter der Leitung von Susanne Rohn präsentierte Motetten von Johann Hermann Schein, Johann Sebastian Bach und etwa dem zeitgenössischen Komponisten Rolf Schweizer. Herausragende Text-Artikulation und präzise dynamische Gestaltung unter der akkuraten Zeichengebung von Rohn zeichneten den Auftritt aus. Mit nicht minder hoher Qualität agierte das Vokalensemble Darmstadt unter der Leitung von Andreas Boltz.

Eine völlig andere Stilrichtung schlugen der Gospelchor der Erlöserkirche unter der neuen Leitung von Wolfgang Michael Weiß und die Polyhymnian Harmonists mit Chorleiter Peter Josef Kunz-von Gymnich ein. Hier schlug die Begeisterungswelle im Publikum mit traditionellen Weisen wie «Down By The Riverside» bis hin zu Songs von Supertramp, Elton John, John Miles und Queens über.

Der Reinerlös des Konzerts kommt der internationalen Jugendarbeit und der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Taunus zu Gute. Damit werden zwei Schulen in Oberursel und Bad Homburg unterstützt, um Schülern eine sichere Ausbildung zu ermöglichen. min


30.06.2009 - Taunus Zeitung

Gospelchor bringt eigene CD heraus

Der Gospelchor der Erlöserkirche hat sich zu einer festen Größe im kulturellen Leben der Gemeinde entwickelt.

Bad Homburg. Alles fing mit einem Projekt an. In der Erlöserkirche wollte man sich neben der traditionellen sakralen Musik auch den Spirituals und Gospels widmen. So wurde eine Gospel-Werkstatt ins Leben gerufen, die nur projektbezogen probte, ihren Auftritt hatte und dann wieder in der Versenkung verschwand. Mittlerweile hat sich daraus ein Gospelchor entwickelt, der sich hören lassen kann.

Denn die Damen und Herren unter der Leitung von Wolfgang Weiß haben sich zu einem großartigen Ensemble gemausert, das jetzt ein abendfüllendes Programm präsentierte und sich durch hervorragende sängerische Leistungen profilieren kann. Begleitet von Hanno Lotz am Klavier, Michael Reuter am Schlagzeug und Ulrich Wanke am Bass bescherten die Choristen vortreffliche Interpretationen, bei denen häufig auch die Gäste zum Mitsingen eingeladen waren.

Das Kirchenschiff war ausverkauft, auf der linken Empore spähte Susanne Rohn, die Kantorin der Erlöserkirche mit kritischem Blick und noch kritischerem Ohr herab. Aber auch sie, die für die Gesamtleitung verantwortlich zeichnet, zeigte sich sehr zufrieden.

Es erklangen Klassiker wie «Amazing Graze» oder «Down By The Riverside». Solistin Brigitte Holz intonierte «Summertime» und zum Abschluss des hervorragenden Konzertes gab es eine Wiederholung vom Eingangssong.

Pünktlich zum Konzert ist eine CD erschienen, die im Gemeindebüro in der Dorotheenstraße 3 erworben werden kann. Allerdings wäre eine andere Alternative noch besser: Einfach zu den Proben dienstags um 20 Uhr in die Unterkirche der Erlöserkirche kommen und mitmachen.min


24.02.2009 - Bad Homburger Woche

Gospel-Chor der Erlöserkirche unter neuer Leitung

Kirdorf (hw). Wolfgang Michael Weiß (45) ist seit Beginn des Jahres neuer Leiter des Gospelchors der Erlöserkirche, der 1999 aus einem Projekt unter der Leitung von Christiane Rust entstand. Neben der kontinuierlichen Arbeit an Ausdruck und Klangqualität will der ausgebildete Bariton und erfahrende Chorleiter die rund 40 Sänger vor allem so richtig in Bewegung bringen: "Gospelmusik kommt tief aus dem Körper. Rhythmisches Klatschen, Stampfen und Tanzen unterstreichen nicht nur den Charakter der Musik, sondern machen sie fühl- und erlebbar", sagt Wolfgang Weiß.

Von 1997 bis 2007 unterrichtete er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main in den Fächern Deutscher Liturgiegesang, Hymnologie und Gesang. Seit 1998 arbeitet Wolfgang Weiß als selbständiger Gesangspädagoge und Chorleiter sowie als freiberuflicher Lied- und Oratoriensänger.

Ganz oben auf dem Probenplan stehen dabei die Stücke, die der Gospelchor im Rahmen seines Sommerkonzertes am 28. Juni präsentieren wird. Die Vorbereitungen auf diesen Auftritt will Wolfgang Weiß dabei als eigenes kleines Projekt verstanden wissen, an dem auch Externe teilnehmen können: "Wer sich noch nicht sicher ist, ob er sich auf Dauer in einem Chor engagieren möchte und ob Gospel dabei für ihn das Richtige ist, der hat hier die Chance auf eine Art Schnuppermitgliedschaft", erklärt Weiß das Konzept. "Doch statt nur einer einzigen Probe kann man hier den gesamten Prozess vom Einstudieren der ersten Stücke bis hin zum Auftritt vor großem Publikum miterleben."

Mit diesem Angebot will der Gospelchor vor allem musikbegeisterte Männer zum Mitsingen motivieren: "Der Zeitaufwand hält sich mit einer wöchentlichen Probe auch für Berufstätige absolut im Rahmen", verspricht Chorsprecherin Christine Melcher. "Und gerade nach einem anstrengenden Arbeitstag macht Gospelmusik so richtig gute Laune." Der Chor probt jeweils dienstagabends von 20 bis 21.30 Uhr in der Unterkirche der Erlöserkirche. Interessenten wenden sich an Christine Melcher, E-Mail: info@gospelchor-badhomburg.de.

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