Ein neues Dach für die Erlöserkirche

Im Jahr 2019 fand an der Erlöserkirche eines der umfangreichsten Sanierungsprojekte seit ihrer Fertigstellung im Jahr 1908 statt: Eintausenvierhundert Quadratmeter Dachfläche mussten erneuert und Fäulnisschäden im Dachstuhl beseitigt werden. Von März bis Oktober 2019 konnten deshalb in der Erlöserkirche weder Gottesdienste, noch Konzerte statfinden. Allein das Gerüst, das für diese Arbeiten erforderlich war, schlug mit 150.000 Euro zu Buche.

Das Dach wurde zunächst vollständig abgedeckt und mit neuem Naturschiefer in altdeutscher Deckung versehen. Zugleich wurden alle Traufbleche, Regenrinnen und Schneefanggitter aus Kupfer neu gefertigt und montiert. Im Dachraum selbst erneuerten Fachleute die durch Fäulnis geschädigten Balken und brachten neue Stege an, die den Dachstuhl für die Zukunft leichter zugänglich machen werden.

Auch die noch aus dem Jahr 1908 stammende Elektroinstallation wurde auf den neuesten Stand gebracht. Für den Schutz der Kirche vor Blitzschlag sorgt ein nach neuesten Erkenntnissen installierter Blitzschutz.

Und da das teure Gerüst nun einmal stand, entschied der Kirchenvorstand, die Gelegenheit zu nutzen, um auch die Kirchenfenster instandzusetzen - ein Vorhaben, das sich als dringend notwendig herausstellte. Denn neben den großen Rosetten konnten so weitere 147 (!) Fenster diverser Größen wiederhergestellt werden.

Am 6. Oktober 2019 war es dann soweit: Mit einem Dankgottesdienst feierte die Gemeinde die Wiedereröffnung ihrer Erlöserkirche. Doch es sollte noch bis zum Jahresende dauern, bis alle Restarbeiten abgeschlossen und auch die Außenanlagen wiederhergestellt waren. Damit kam eines der teuersten Bauprojekte der Gemeinde zum Abschluss - und das mit einer Budgetunterschreitung von sieben Prozent.

Die Erlöserkirchengemeinde blickt dankbar auf die hervorragende Betreuung durch Architekt Heinrich und die großartigen Leistungen der beteiligten Handwerksfirmen zurück.

02/2021 VOWE

Faszinierende Kirche. Seit 1908.

Die Baukunst
Mehr >